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Spannendes zu berichten hat auch eine der wichtigsten deutschsprachigen Camus-KennerInnen, Prof.(em) Brigitte Sändig wenn sie über "Camus im Osten" spricht.

Brigitte Sändig, die seinerzeit dafür gekämpft hat, dass Werke von Camus auch in der DDR veröffentlicht werden können, wird aus Berlin/Potsdam anreisen und über die Bedeutung des Literaten und Autoren von "Der Mensch in der Revolte" im Hinblick auf bestimmte politische Machtverhältnisse berichten.

Die Intellektuellen in den sozialistischen Ländern hatten ein großes Interesse am Werk Albert Camus´, das einen großen Einfluss auf ihr Denken und Handeln hatte, - wenn man es zu Händen bekam.

In der offiziellen Lesart galt Camus als Antikommunist und somit als Feind, der zu diskreditieren war. 1965 erschien in der DDR eine diffamierend kommentierte Ausgabe der “Pest”, erst 1983 konnte eine Camus-Biographie, von Brigitte Sändig verfasst,  in der DDR veröffentlicht werden.

Wir freuen uns , dass Brigitte Sändig am kommenden Sonntag unser Gast ist.

Am Sonntag, 26. März um 12.00 Uhr im philosophischen Institut LOGOI
Jakobstraße 25a in Aachen.


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In der Ankündigung sagt Brigitte Sändig:

Camus war in den sogenannten »sozialistischen Ländern« nicht nur von intellektuellem und literarischen Interesse, sein Werk konnte Handlungsvorgänge und Lebensabläufe bestimmen. Dies ist mir aus eigener Erfahrung bekannt und führte mich, als dies möglich wurde, zur Zusammenstellung und Herausgabe des Bandes »Camus im Osten«, einer Sammlung von Beiträgen von Autoren aus allen ehemals sozialistischen Ländern. In der DDR galt Camus in offizieller Lesart als Antikommunist, damit als Feind, der zu negieren und zu diffamieren war. Dennoch ermöglichte die Initiative engagierter Intellektueller das allmähliche Erscheinen seines literarischen Werkes; die Tagebücher und Essays hingegen, allen voran »L’Homme révolté«, konnten auf Grund ihrer politisch brisanten Aussagen nie veröffentlicht werden. Doch die gemeinsame Sprache eines geteilten Landes machte die Kenntnis auch dieser Schriften möglich; so bezogen sich nonkonforme Schriftsteller der DDR auf Camus und wurden zentrale Begriffe seines politischen Denkens wie Solidarität und Wahrheit für oppositionelle Gruppen bedeutsam.“

Mehr Informationen: www.brigitte-saendig.de

Hierzu laden wir Sie herzlich ein - der Eintritt ist frei. 

 





Klaus Stoevesandt

Der Doktor Rieux des Albert Camus
Personen – Orte – Hintergründe


Es bleibt durchaus umstritten, welche Orte für die Gestaltung des Romans "Die Pest" eine Rolle gespielt haben, Oran, Paris oder der kleine Kurort Le Chambon-sur-Lignon. Hier hatte Albert Camus über neun Monate gelebt um seine Tuberkulose zu kurieren. Er erlebte die Bevölkerung des Ortes, die passiven und aktiven Widerstand gegenüber der grauen und braunen Pest während der deutschen Besatzungszeit leistete. Camus blieb davon nicht unbeeindruckt. "Ich will durch die Pest die Beklemmung ausdrücken, unter der wir gelitten haben, diese Atmosphäre der Bedrohung, in der wir dort gelebt haben." (A. Camus Tagebücher 1935 - 1951 Reinbek bei Hamburg 1972 S. S. 252)


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Klaus Stoevesandt, 1941 in Berlin geboren, unterrichtete bis 2003 naturwissenschaftliche Fächer an Schulen in der Region Bielefeld und beschäftigte sich nach dem Schuldienst u.a. mit der Philosophie. Durch seine Auseinandersetzung mit Albert Schweizer stieß er auf Spuren Albert Camus´ und entdeckte zahlreiche Parallelen und indirekte Verbindungen zwischen beiden Personen.

Freitag, 17. Februar 2017, 19.30 Uhr
Buchhandlung Backhaus, Jakobstraße 13, Aachen

Eintritt frei

 





 

 



Freitag,
17. Februar 2017,
19.30 Uhr

Buchhandlung Backhaus, Jakobstraße 13, Aachen

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Hörspiel
Wie wir verschwinden

Zum Todestag von Albert Camus

4. Januar 1960. Ein grüner Sportwagen französischen Fabrikats, ein Facel Vega, rast über die regennasse Route Nationale 6 in Richtung Paris auf das verschlafene kleine Örtchen Villeblevin zu, vorbei an Feldern und Äckern mit auffliegenden Krähen, passiert ein Wäldchen.

Im Wagen sitzen der Verlegersohn Michel Gallimard mit Frau und Tochter sowie sein bester Freund, der Schriftsteller Albert Camus. Noch sind sie guter Dinge. Vier Menschen, die sich lieben und mitten im Leben stehen, die die Landschaft vorbeijagen sehen und ihren Gedanken nachhängen. Bis ein erschreckender Akt Passagiere und Augenzeugen zusammengeschweißt.

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Nach einem Motiv aus dem gleichnamigen Roman von Mirko Bonné
Komposition: Sabine Worthmann
Bearbeitung und Regie: Oliver Sturm
Mit Heinrich Giskes, Hedi Kriegeskotte u.v.a.
Musik: Silke Eberhard und Philipp Eberhard
NDR 2012 | 55 Min.




ALBERT CAMUS - "ecrits de jeunesses"


Liebe Freunde Albert Camus,
 
am Freitag, 13. Januar 2017 erwartet uns eine Besonderheit: Oliver Victor und Christoph Kann von der Uni Düsseldorf stellen uns die Jugendschriften Albert Camus´ vor, die bisher noch nicht in deutscher Sprache erschienen sind.
Dabei finden wir in diesen Schriften bereits viele Grundgedanken, mit denen sich Camus später intensiv auseinander gesetzt und die er detailliert bearbeitet hat.


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Ich lade Sie herzlich ein, die frühen Texte Camus auf sich wirken zu lassen, um uns anschließend über unsere Eindrücke auszutauschen ...
 
... am Freitag, 13. Januar 2017 um 19:30 Uhr.
Gastgeber ist die Buchhandlung Backhaus, Jakobstraße 13 in Aachen
 
Der Eintritt ist frei
 
Herzliche Grüße
Sebastian Ybbs

 

 



 

 



Vortrag "ecrits de jeunesses"
Der Nachholtermin!
Freitag, 13. Januar 2017
19:30 Uhr

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ALBERT CAMUS - Die Gerechten


"Gerade das Zweifeln führt uns zum vernunftbegabten Denken aus dem letztlich eine Moral erwachsen kann" s.y.

Albert Camus DIE GERECHTEN

Die Gerechten Fahndung
Eine Inszenierung des Bonner "Euro Theater Central"
auf Einladung der Albert Camus Gesellschaft
im Eupener Museum für zeitgenössische Kunst "ikob"

Sonntag, 4. Dezember 2016, 19.00 Uhr
ikob, Rotenberg 12 b, Eupen, Belgien


"... Das Spiel der Akteure (überträgt sich) quasi körperlich auf die Zuschauer ..." Anne-Katrin Reif/ 365tage-camus.de

"Der Regisseur Jan Steinbach ... wirft einen sehr präzisen Blick auf die zeitlosen Konflikte zwischen der Menschenliebe und dem Hass auf die Verhältnisse." Bonner-Generalanzeiger


Karten (12,-/8,- €) an folgenden Vorverkaufsstellen
Aachen: LOGOI
Eupen: ikob, Buchhandlung Logos, Origami, Tourismus-Information

Reservierungen unter
info@ikob.be und info@Albert-Camus-Gesellschaft.org
oder als Antwort auf diese e-mail

Fahrgemeinschaften von Aachen aus: Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht oder anbietet, möge sich bitte unter info@Albert-Camus-Gesellschaft.org bei uns melden.

Herzliche Grüße
Sebastian Ybbs
 
 

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zum Vortrag "ecrits de jeunesses"
Wir haben einen Nachholtermin!

Termin: Freitag, 13. Januar 2017

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Die nächsten Termine:

10. Januar 2017




 



Anne-Katrin Reif
Albert Camus und die LIEBE
mit Bettina Marugg «Amuse Oreilles»

Freitag, 3. Juni 2016, 20.00 Uhr
LOGOI, Jakobstraße 25 a, Aachen



Gesprächskreis am Dienstag den 7. Juni um 20.00 Uhr
Camus´ Nietzsche Rezeption
LOGOI, Jakobstraße 25 a, Aachen



 

 

 



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Unsere vergangenen Veranstaltungen:

Gesprächskreis 5. Juli, 2016
Albert Camus für Fjodor M. Dostojewski
"Lange Zeit hat man Marx für den Propheten des 20. Jahrhunderts gehalten. (…) Wir erkennen, dass Dostojewski der wahre Prophet war." ¹

Liebe Freunde Albert Camus´, hiermit möchte ich Sie/ Euch zu unserem nächsten Gesprächskreis einladen, der wie gewohnt im philosophischen Institut LOGOI, stattfinden wird.

Zu unserem Thema «Albert Camus für Fjodor M. Dostojewski» werden wir Impulse aus den Texten Camus´ geben. "Für mich ist Dostojewski zuerst der Schriftsteller, der lange vor Nietzsche den Nihilismus seiner Zeit wahrgenommen hat ..." ²

Ich freue mich über Ihre/ Eure Teilnahme
Herzliche Grüße Sebastian Ybbs

 

¹ Vorwort Camus´ zu seiner Inszenierung von Die Besessenen aus "Dramen" / ² Für Dostojewski aus "Albert Camus - Libertäre Schriften"

Dienstag, 5. Juli um 20 Uhr, LOGOI, Jakobstraße 25 a, Aache

 

"Einsatz an den Brennpunkten der Welt"
Eine Ausstellung über die Hilfsprojekte der "Grünhelme"
Citykirche Aachen, Großkölnstraße
Wir luden ein zur Eröffnung am 14. Mai 2016, um 12.00 Uhr
Die Ausstellung war bis zum 26. Mai, täglich 9.00 – 19.00 Uhr zu sehen



Freitag, 4. März 2016, 19.00 Uhr
Gespräch mit dem Philosophen Prof. Heinz-Robert Schlette über das Denken Camus´

Dienstag, 15. März 2016, 20.00 Uhr
Prof. Rudolf Lüthe: "Sinnloses Glück - Zum Lebenskonzept des Moralisten Albert Camus."


 

 










Liebe Freunde Albert Camus,

ein bewegtes Jahr geht zu Ende, ich hoffe, es war trotz mancher schlimmer Ereignisse, für Sie/ Euch ein Jahr, auf das man in vielen Belangen gerne zurückblickt.

2015
Für die Albert-Camus-Gesellschaft war es erneut ein Jahr vieler bewegender Begegnungen.
Rupert Neudeck, der mit Sachverstand und Humor über die Chancen eines offenen Europas gesprochen hat, zitierte Camus mit "Man muss sich nicht schämen, glücklich zu sein, aber man kann sich schämen, alleine glücklich zu sein", Lou Marin hat uns sein enormes Hintergrundwissen über Camus als Widerständler und libertären Denker nahe gebracht,
Dieter Buttgereit hat uns die Aufführungsrechte für den Film "Camus-Lektüre fürs Leben" vermittelt und gemeinsam mit uns über unsere Eindrücke diskutiert, im "Kino im Dialog" haben wir in Kooperation mit dem Apollo-Kino den Film "Den Menschen so fern", eine Verfilmung nach Camus´ Kurzgeschichte "Der Gast" gesehen,
mit dem Roman "Der Fremde" hat sich Klaus Blode intensiv auseinandergesetzt und uns seine feinsinnige Analyse vorgetragen.
Dazu gab es die vielen anregenden Diskussionen in unserer Gesprächskreisen mit Themen wie Der Unglückstod eines Glücklichen; War Camus ein Anarchist?; Die Überwindung des Schicksals; Der Bußrichter; Die Lebensfreude Camus´; Das Kunstwerk ohne Zukunft; Fremdsein beruht auf Gegenseitigkeit.

2016
Gerne möchte ich schon jetzt - für den neuen Kalender - auf die kommenden Veranstaltungen hinweisen:

Im Januar findet in Bonn ein Camus-Festival statt, das man nicht verpassen sollte:
Vom 15. bis 17. Januar erlebt man bei "Vive Camus!" ein Wochenende mit Theater (Die Pest; Der Fremde; Die Gerechten), Lesung (La Chute), Filmen (Vivre avec Camus, Den Menschen so fern) und einer Podiumsdiskussion (Der Gegenwart alles geben).

Am Freitag, 4. März kommt einer der wichtigsten deutschsprachigen Camus-Kenner Professor Heinz-Robert Schlette zu einem Gespräch nach Aachen.

Der Philosoph Rudolf Lüthe, Verfasser des Buches "Absurder Lebensstolz" wird am Dienstag, 15. März zum Thema "Sinnloses Glück - Zum Lebenskonzept des Moralisten" referieren.

Im Mai werden wir in der Citykirche Aachen eine Ausstellung der Hilfsorganisation "Grünhelme" präsentieren.

Und alle, die in lockerer Runde mit uns über Ideen, zu denen Camus uns angeregt hat, diskutieren wollen, können bereits am 12. Januar um 20.00 Uhr ins Aachener LOGOI kommen.

Ausführliche Einladungen zu allen Veranstaltungen folgen.

Herzliche Grüße

Sebastian Ybbs

 

 











Liebe Freunde Albert Camus,

Klaus Blode, von Beginn an Mitwirkender unserer Camus-Gesellschaft, hat sich eingehend mit Camus´ Roman "Der Fremde" beschäftigt und daraus eine feinsinnige Interpretation verfasst.
Ich freue mich ganz besonders, dass er sich bereit erklärt hat, uns seine Gedanken näher zu bringen.

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Der Vortrag findet am Freitag, 30. Oktober um 19.00 Uhr im LOGOI statt; der Eintritt ist frei.

 

 











Film
"Lektüre fürs Leben"
( "Vivre avec Camus")
Dienstag, 7. Juli um 20.00 Uhr, Logoi


Die Fernsehgesellschaft ARTE, der Regisseur Joël Calmettes und seine Produktionsfirma haben uns ein exklusives Aufführungsrecht für den Film "Lektüre fürs Leben" ( "Vivre avec Camus") erteilt.

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"Ich habe vielleicht nicht genug Brot, um meinen Leib zu nähren, aber ich habe Camus Werke, um meinen Geist zu nähren."
Parfaite Mbay, Studentin aus Kamerun und Gründerin der "Gemeinschaft der von Camus Bewegten"


Der in USA zu unrecht Verurteilte Robert Keine bekommt in seiner Todeszelle den Roman "Der Fremde" zugesteckt, der Rapper Abd Al Malik interpretiert Camus´ Texte als Musik-Performance, der Literaturprofessor Hirki Toura bringt seinen japanischen Studenten den Literaten vom anderen Ende der Welt nahe. Es sind ganz gewöhnliche Menschen, die heute mit Camus leben, aber auch Prominente wie die Musikerin Patti Smith, die durch Camus zum Schreiben ihrer Liedtexte angeregt wird. Während diese Personen zu Wort kommen, sehen wir die Umgebung, in der sie leben und Menschen, die miteinander sprechen, tanzen, singen, die nachdenklich werden und uns mit ihrer Geschichte berühren, bis wir vergessen, dass es sich um einen Dokumentarfilm handelt. Mit dabei sind auch "alte" Bekannte, wie Rupert Neudeck und die Camus-Bloggerin Anne-Kathrin Reif.

Die Veranstaltung ist wie gewohnt offen für alle Interessierte. Der Eintritt ist frei.

 

 

Kino im Dialog
"Den Menschen so fern"
("Loin des Hommes")
Mittwoch, 15. Juli um 20.15 Uhr,
im Anschluss: Dialog mit Sebastian Ybbs und der Albert-Camus-Gesellschaft
Aachener Apollo-Kino

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1954: Als sich im Tal eine Rebellion zusammenbraut, fliehen zwei komplett gegensätzliche Männer gemeinsam über das algerische Atlasgebirge. Mitten im eiskalten Winter soll der zurückgezogen lebende Lehrer Daru (Viggo Mortensen) den wegen Mordes beschuldigten Bauern Mohamed (Reda Kateb) zu seiner Verurteilung eskortieren. Verfolgt von Reitern und Dorfbewohnern, die Blutrache geschworen haben, schlagen sie sich durch das Gebirge, um gemeinsam für ihre Freiheit zu kämpfen.


MI 15.07.2015 // 20.15 // KINO IM DIALOG DEN MENSCHEN SO FERN // FRANZ. OMU FREI NACH EINER KURZGESCHICHTE VON ALBERT CAMUS: "DER GAST" (L´HÔTE) VON DAVID OELHOFFEN // MIT VIGGO MORTENSEN, REDA KATEB, JÉRÉMIE VIGOT UND ANGELA MOLINA // FR 2014 // 102 MINUTEN // MUSIK VON NICK CAVE UND WARREN ELLIS
im Anschluss: Dialog mit Sebastian Ybbs und der Albert-Camus-Gesellschaft

APOLLO KINO&BAR PONTSTRASSE 141-149 AACHEN www.apollo-aachen.de/?p=4397 www.facebook.com/events/1462484084049522/




 


Unser letzter Gesprächskreis:

Die Überwindung des "Schicksals" ?

Dienstag, 24. März 2015,
Buchhandlung Backhaus Jakobstraße 13

Liebe Freunde Albert Camus ́, hiermit möchte ich zu unserem nächsten Gesprächskreis am Dienstag, 24.März in die Buchhandlung Backhaus Jakobstraße 13 in Aachen einladen. Um 20.00 Uhr beginnt zunächst die Jahreshauptversammlung unserer Gesellschaft. Gleich im Anschluss daran findet unser Gespräch statt. Wer nicht Mitglied ist, ist dennoch schon ab 20.00 Uhr willkommen. Zu unserem Thema hat Ute Welter folgenden kleinen einleitenden Text verfasst: "Wie gehen wir in unserem Alltag mit den Herausforderungen unseres Lebens um, mit Schicksalsschlägen, Verletzungen, Abschieden aber auch kleinen Sinnlosigkeiten?

 

 

Camus hat uns in seinen Texten, insbesondere in seinem Roman "Die Pest" manche Impulse gegeben. Vielleicht gibt es auch in unserer Haltung Anklänge an sein Denken oder Widersprüche dazu. Was empfinden wir als hilfreich, was können wir für uns weiterentwickeln, umgeben von den Absurditäten des Lebens."
schick
schick


Albert Camus ein Anarchist?
Lou Marin über den Résistant und Libertären Albert Camus


LOUTITEL

Wir kennen ihn als differenzierenden Denker, der die Begriffe "Freiheit" und "Gerechtigkeit" untrennbar miteinander verknüpft sah und es als radikale Lebenshaltung verstand, sich niemals für das eine zulasten des anderen zu entscheiden. Dennoch finden seine Haltung während der Résistance und bei der Befreiung Frankreichs sowie seine Hinwendung zur anarchistischen Bewegung des Nachkriegsfrankreichs neben seinem literarischen Werk und philosophischen Essays oftmals wenig Beachtung. Dabei haben seine libertären Ansichten nicht nur einen großen Einfluss auf diese eigenen Werke, sondern auch auf viele Strömungen der friedlichen Widerstandsbewegungen in Frankreich und Europa ausgeübt.

LOUTERMIN

 

 

Lou Marin beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Albert Camus, dem Autor von Aufsätzen wie "Weder Opfer, noch Henker" oder "Dialog um des Dialogs willen". Seit 1998 veröffentlichte er zu Camus in deutscher und französischer Sprache. 2013 war er Herausgeber der "Libertären Schriften", gerade neu erschienen sind jetzt erstmalig sämtliche Artikel Camus´ aus der Widerstandszeitung "Combat", die Lou Marin ins Deutsche übersetzt hat.


Albert Camus - Libertäre Schriften
(1948 - 1960)
Herausgegeben, eingeleitet, kommentiert und übersetzt von Lou Marin
Laika-Verlag Hamburg 2013

Albert Camus - Journalist in der Résistance, Bände I und II
Zusammengestellt, herausgegeben und kommentiert von Jacqueline Lévi-Valensi
aus dem französischen von Lou Marin
Laika-Verlag Hamburg 2014

Pressestimmen:
Man kann durch diese klug kommentierte Materialsammlung den Autor und Nobelpreisträger Camus als streitbaren Moralisten neu kennenlernen - zum einen engagiert in den politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit. Und zum anderen als Impulsgeber eines Denkens, das auch heute Perspektiven auf ein menschliches Miteinander eröffnen kann.«
Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur

Es ist ganz das Verdienst von Lou Marin, einem langjährigen Aktivisten der deutschsprachigen gewaltfrei-anarchistischen Strömung ›Graswurzelrevolution‹, diese unbekannten Texte ausgegraben, gesammelt, geordnet und eingeleitet zu haben, sodass man mit gutem Vorwissen in die Debatten der Zeit eintauchen kann – von denen viele heute noch von brennender Aktualität sind und andere vergessen...«
Jean-Luc Porquet, Le Canard enchaîne

 

 
Eine Veranstaltung der Albert-Camus-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem philosophischen Institut LOGOI    

 

Die Überwindung des "Schicksals" ?
Dienstag, 24. März 2015,
Buchhandlung Backhaus Jakobstraße 13

Liebe Freunde Albert Camus ́, hiermit möchte ich zu unserem nächsten Gesprächskreis am Dienstag, 24.März in die Buchhandlung Backhaus Jakobstraße 13 in Aachen einladen. Um 20.00 Uhr beginnt zunächst die Jahreshauptversammlung unserer Gesellschaft. Gleich im Anschluss daran findet unser Gespräch statt. Wer nicht Mitglied ist, ist dennoch schon ab 20.00 Uhr willkommen. Zu unserem Thema hat Ute Welter folgenden kleinen einleitenden Text verfasst: "Wie gehen wir in unserem Alltag mit den Herausforderungen unseres Lebens um, mit Schicksalsschlägen, Verletzungen, Abschieden aber auch kleinen Sinnlosigkeiten? Camus hat uns in seinen Texten, insbesondere in seinem Roman "Die Pest" manche Impulse gegeben. Vielleicht gibt es auch in unserer Haltung Anklänge an sein Denken oder Widersprüche dazu. Was empfinden wir als hilfreich, was können wir für uns weiterentwickeln, umgeben von den Absurditäten des Lebens."

 

 

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Eine Veranstaltung der Albert-Camus-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem philosophischen Institut LOGOI    


War Camus Anarchist?
Gesprächskreis 3. März 2015

Ob Camus ein Anarchist war, lässt sich anhand seiner politisch-journalistischen Schriften und Statements untersuchen, es ist zugleich eine Frage, die wir uns aus philosophischer Sicht stellen können. Die Intellektuellen im Nachkriegsfrankreich konnten, wie Simone de Beauvoir es so treffend in ihrem Roman "Die Mandarins von Paris" beschrieben hat, nicht da weiter machen, wo sie vor dem Krieg aufgehört hatten. Der Versuch, sich mehr oder weniger neu zu erfinden, führte dazu, "dass jeder von uns wieder begonnen hat, für sich allein zu existieren." (de Beauvoir). Wer gehört werden wollte, musste sich irgendwie profilieren, sich am besten einer Ideologie verschreiben. Zu sagen "Wenn es eine Partei derer gäbe, die sich nicht sicher sind, recht zu haben, dann wäre das die meine" (Camus – "Dialog um des Dialoges Willen"), war mehr als mutig, es war eine Position, aus der heraus man sich unablässig erklären und gegen Anfeindungen verteidigen musste.

 

 

Louis Mercier schrieb über Camus: "Er spielt das Spiel des Clans nicht mit, er beteiligt sich nicht an den Schwindeleien, er lebt außerhalb der `Schulen ́ und anderer Gruppen von Schlaumeiern und Lou Marin schreibt in dem von ihm jüngst herausgegebenen Buch "Libertäre Schriften": "Camus setzt dagegen die authentische Revolte, die Revolte des Maßes … die keineswegs eine begrenzte Revolte, sondern eine aufgeklärte Revolte ist …" Ich möchte Sie einladen, gemeinsam über den libertären Albert Camus zu diskutieren, so wie wir ihn kennen, ganz gleich, ob wir uns auf seine politischen Stellungnahmen berufen, auf seine Romane, Erzählungen, Essays oder auf das, was andere über ihn schrieben."

 

Eine Veranstaltung der Albert-Camus-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem philosophischen Institut LOGOI
   

Damoklesschwert
über dem Mittelmeer

Ruppert Neudeck im Gespräch über die Chancen eines offenen Europas

Als Albert Camus bereits vor 70 Jahren von einem vereinten Europa gesprochen hatte, dachte er weder an topographische Grenzen noch an einen erstarkenden Wirtschaftsraum. Für ihn war Europa "jener Boden, auf dem sich seit zwanzig Jahrhunderten das erstaunlichste Abenteuer des menschlichen Geistes abspielt."

Flyerfächer

 

 


Und auf welches Europa vertrauen wir heute? Sind wir tatsächlich offen für Einflüsse aus anderen Kulturen, können wir religiöse Unterschiede überwinden und sind wir in der Lage, fremde Traditionen zu akzeptieren?

Im Gespräch mit Rupert Neudeck, dessen Hilfsprojekte stets unter dem Stern eines Dialogs zwischen den Religionen stehen, der uns zum radikalen Denken auffordert und Taten anstelle von Absichtsbekundungen propagiert, wollen wir aktuelle Fragen ansprechen, die wir letztlich an uns selber richten sollten: Welche Haltung nehmen wir gegenüber Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen (wollen) ein, wie sollen wir in Angesicht der Krisenherde in Vorderasien agieren, was bedeuten uns die Demokratiebewegungen in Nordafrika?
Rupert Neudeck wurde weltweit bekannt, als er 1979 mit seinem Schiff Cap Anamur tausende vietnamesische Flüchtlinge aus dem chinesischen Meer rettete und unter Umschiffung von bürokratischen und politischen Mühlen nach Deutschland brachte.
2003 gründete er die "Grünhelme", eine Hilfsorganisation, die in Krisengebieten wie Afghanistan, Ruanda, Palästina oder Syrien wichtige Aufbauarbeit geleistet hat und aktuell unter anderem ein Flüchtlingscamp im Irak betreut.
Sein aktuelles Buch "Radikal leben" ist eine sehr persönliche Streitschrift für eine Tugend des Widerstands.
Neudeck down
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"Damoklesschwert über dem Mittelmeer" Ruppert Neudeck im Gespräch über die Chancen eines offenen Europas
am 1. 02.2015, im Haus der evg. Kirchengemeinde, Frère-Roger-Straße 8-10, Aachen
Eintritt 5,- €
Vorverkauf: Logoi, Jakobstraße 25 a
Ev. Kirchengemeinde, Frère-Roger-Str. 8-10

Eine Veranstaltung der Albert-Camus-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem philosophischen Institut LOGOI
  Termin

Camus in der City am 25 Oktober 2014
28 Lesungen an 10 Orten in Aachens City
Prosaisches, Philosophisches, Politisches von und zu Albert Camus

Einfach losgehen, Worte auf sich wirken, sich durch Gedanken von einem Ort zum nächsten treiben lassen und einen inspirierenden Abend erleben, so können Sie Albert Camus für sich (neu-) entdecken. Alle unsere LeserInnen haben ihren besonderen Bezug zu Albert Camus, mit denen wir Ihnen in ganz verschiedenen Facetten das Werk dieses engagierten Schriftstellers nahe bringen wollen. Die Initialen AC stehen an diesem Abend ganz im Zeichen von Albert Camus in der City von Aachen. "Er hat geschrieben was er war – er war, was er geschrieben hat", sagt die Camus-Biographin Iris Radisch, jüngst unser Gast in Aachen, über den leidenschaftlichen Schriftsteller, politisch engagierten Journalisten, den Analytiker, der in seinen philosophischen Essays Kernfragen unseres Lebens angesprochen hat. Albert Camus ist auch heute noch aktuell, da seine Fragen der Zeit weitblickend waren und uns seine feinsinnigen Darstellungen immer noch bewegen. Tiefgründig führt er uns mit all seinen Figuren letztlich auch zu uns selbst.
Eintritt 5,- € - gültig für alle Lesungen und die Schlussveranstaltung an allen Veranstaltungsorten im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Camus in der City
am 25 Oktober 2014
28 Lesungen an 10 Orten in Aachens City
Prosaisches, Philosophisches, Politisches von und zu Albert Camus

Einfach losgehen, Worte auf sich wirken, sich durch Gedanken von einem Ort zum nächsten treiben lassen und einen inspirierenden Abend erleben, so können Sie Albert Camus für sich (neu-) entdecken. Alle unsere LeserInnen haben ihren besonderen Bezug zu Albert Camus, mit denen wir Ihnen in ganz verschiedenen Facetten das Werk dieses engagierten Schriftstellers nahe bringen wollen. Die Initialen AC stehen an diesem Abend ganz im Zeichen von Albert Camus in der City von Aachen. "Er hat geschrieben was er war – er war, was er geschrieben hat", sagt die Camus-Biographin Iris Radisch, jüngst unser Gast in Aachen, über den leidenschaftlichen Schriftsteller, politisch engagierten Journalisten, den Analytiker, der in seinen philosophischen Essays Kernfragen unseres Lebens angesprochen hat. Albert Camus ist auch heute noch aktuell, da seine Fragen der Zeit weitblickend waren und uns seine feinsinnigen Darstellungen immer noch bewegen. Tiefgründig führt er uns mit all seinen Figuren letztlich auch zu uns selbst.
Eintritt 5,- € - gültig für alle Lesungen und die Schlussveranstaltung an allen Veranstaltungsorten im Vorverkauf und an der Abendkasse.


  sadsad

Zum Programm auf unserer Website hier...
Flyer zum Download hier...
     


Das Programm

"Der Mythos des Sisyphos"
Camus selbst hat immer verneint, Philosoph zu sein und dennoch haben seine Essays eine Spur hinterlassen, um die die Philosophen des Existentialismus seitdem nicht mehr herumkommen.
Ingeborg Schroeter macht uns seine Gedanken über das Absurde und das Glück verständlich. Fragen dazu erwünscht!

Cafe Oronero im Zeitungsmuseum // Pontstraße 13
--> 18.30 // 19.30 // 20.30 Uhr

"Der Freidenker"
Seine Autobiographie konnte Camus wegen seines Unfalltodes nicht vollenden; umso mehr Biographen beschäftigen sich bis heute mit ihm. Dennoch finden seine libertären, jenseits aller Polarisierungen stehenden Ansichten, die schon vielen seiner Zeitgenossen unbequem waren, auch heute noch relativ wenig Beachtung.
Martin Schwoll und Thomas Mäurer beleuchten, wie sehr Camus´ Biographie mit seinem schriftstellerischen Werk und seinen politischen Ansichten verwoben ist.

Buchhandlung Backhaus // Jakobstraße 13
--> 18.15 // 19.15 // 20.15 Uhr

"Der Bußrichter"
In "Der Fall" berichtet Camus vom Niedergang eines angesehenen Rechtsanwaltes und entlarvt, mal ganz lakonisch, mal mit Nadelstichen die uns selber treffen, die Scheinheiligkeit einer bourgeoisen Gesellschaft.
Aus dem Roman, den Camus als Monolog verfasst hat, lesen
Ines Finkeldei und Susanne Vaaßen im Dialog einige der eindrucksvollsten Szenen.

Philosophisches Institut LOGOI // Jakobstraße 25 a
--> 18.45 // 19.45 // 20.45 Uhr

Mit Musik und literarischen Szenen in die Nacht
Eine klangliche Resonanz zwischen Europa und der arabischen Welt mit dem Akkordeonisten Hejoe Schenkelberg und der Stimmkünstlerin und Multiinstrumentalistin Sonja Mischor. Monolog des Meursault, zweisprachig rezitiert von Patrick Jeune.
Galerie 45 // Ludwigsallee 45
--> 21.00 Uhr (offen ab 20.00 Uhr)

"Le premier homme"
Lesung in französische Sprache

Als Albert Camus vor dem Grab seines Vaters stand, wurde ihm bewusst, dass er in diesem Moment älter war, als sein Vater, den er nicht kennen gelernt hatte, geworden ist. Ein verstörtes Mitgefühl überflutete sein Herz und er begann, sich neuen Erkenntnissen zu stellen.
Im Klang der originären Sprache Camus´ führt uns Françoise Kaeppelin diese und weitere eindringlichen Szenen vor Augen.

Galerie Theo Ramrath // Pontstraße 22
--> 18.00 // 19.00 // 20.00 Uhr


 


"Mon cher Albert"

Abel Paul Pitous wollte nicht an dem Ruhm von Camus teilhaben, sondern "nur das unversehrte Bild seines Jugendfreundes Albert aus Belcourt behalten" und schrieb ihm einen Brief, in dem er seine Erinnerung wieder aufleben ließ.
Von kleinen, unspektakulär erscheinenden Momenten einer Kindheit im Algerischen Armenviertel erzählt uns Günter Sydow.

Variethé // Hof 14-16
--> 18.45 // 19.45 // 20.45 Uhr

"Der Unglückstod eines Glücklichen"
Was waren die letzten Eindrücke Camus´ als er starb?
Empfand er diese Situation als absurd oder als ganz banal?
Sebastian Ybbs wagt in seinem Romanessay darüber zu spekulieren und gerät dabei auf die Spur ganz eigener, zeitgemäßer Betrachtungen.

Görg&Görg Wolle // Annastraße 18
--> 18.15 // 19.15 // 20.15 Uhr

"Der Fremde"
Camus wurde mit diesem Werk, das als prosaischer Teil seiner Betrachtungen über das Absurde gilt, schlagartig berühmt.
Warum uns dieser Roman auch heute noch so tief ergreift, weiß Johanna von Courbière anhand ausgesuchter Szenen zu enthüllen.

HaarGenau // Elisabethstraße 12
--> 18.45 // 19.45 // 20.45 Uhr

"Liebe zum Leben"
Die Nährstoffe, die sein gesamtes prosaisches Werk prägten, findet man bei Camus schon in seinen ersten literarischen Schriften und den Aufzeichnungen, die von der engen Verbundenheit mit seiner algerischen Heimat zeugen.
Marlene Olbrich hat sensible Momente aus "Der erste Mensch" und "Licht und Schatten" aufgespürt und führt uns in seine Kindheit zurück.

Cafe Opera am Theater // Theaterplatz 7
--> 18.00 // 19.00 // 20.00 Uhr


"Camus vs. Sartre"
Waren sie tatsächlich erst Freunde, dann Feinde oder nicht eher zwei Zeitgenossen, die um ihre Weltanschauungen mit sich, untereinander und mit der Welt rangen?
Jürgen Kippenhan untersucht diese Frage anhand politischer, philosophischer und autobiographischer Texte.

Musikhochschule // Theaterplatz 16
--> 18.30 // 19.30 // 20.30 Uhr

 

 

 

 

 

     


Zur Gründung der Albert-Camus-Gesellschaft war Iris Radisch in Aachen und sprach über ihr Buch “Camus – Das Ideal der Einfachheit”


„Das große erste absurde Gefühl, was er hatte, war die Leere, die die Mutter um sich verbreitet hat.“

Wenn Iris Radisch über Camus spricht, gerät sie ins Schwärmen, dann sprudelt es nur so aus ihr heraus, zu jedem Stichwort, auf das sie im Zusammenhang mit Camus angesprochen wird, kann sie, - bis ins Detail, aus seinem Leben erzählen.

Über 200 Personen drängten in den Generali-Saal des Super C der RWTH Aachen, - die letzten Ankömmlinge mussten wegen Überfüllung an der Türe abgewiesen werden -, als die neu gegründete Albert-Camus-Gesellschaft zu ihrer ersten offiziellen Veranstaltung lud. Ob die Besucher mit der Absicht, mehr über Albert Camus zu erfahren, gekommen sind, oder vielmehr die bekannte Literaturkritikerin Iris Radisch hautnah erleben wollten, das  bleibt offen, sicherlich wurden in beeindruckender Weise beide Anliegen gleichzeitig erfüllt.

Radisch, die laut Sebastian Ybbs in ihrem Buch über Camus durchaus auch seine Schwächen und Widersprüche benennt, schilderte voller Enthusiasmus über ein Leben „vom türkischen Abtritt zum schwedischen König. Das muss man erstmal hinkriegen.“ Im Gespräch mit Jürgen Kippenhan begründete sie „dieses absolute Zusammenspiel zwischen einem Menschen, seiner Epoche und seinem Werk“ mit dem schlichten Satz: „Er hat geschrieben, was er war; er war, was er geschrieben hat.“

Wie bereits beim „Philosophischen Salon“ zum 100. Geburtstag von Albert Camus, bei dem Kippenhan und Ybbs dem Publikum des philosophischen Instituts LOGOI über die Literatur, die Philosophie und die politische Arbeit Camus´ berichten konnten, reagierten auch jetzt die Besucher motiviert, ihre alten Camus-Bücher noch mal aus dem Regal zu holen, oder sich die Schriften zuzulegen, die sie vom ihm noch nicht kennen. Erstaunlich, wie ein Mensch, der den Fokus seiner Arbeit und seines Denkens immer auf seine Zeit gerichtet hatte, uns heute noch so anrühren kann.

Die Macher der Albert-Camus-Gesellschaft fühlen sich durch das positive Echo zu ihrer Gründungsfeier angetrieben, ihre Arbeit fortzusetzen.

 

 

 

Freitag, 9.Mai 2014, 19.00 Uhr
Generali Saal des Super C der RWTH, Templergraben
 

 

    Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin, studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und Tübingen. Seit 1990 ist sie Leiterin des Feuilletons bei der ZEIT und daneben als Fernsehmoderatorin tätig. 2009 ernannte die französische Kulturministerin Iris Radisch zum Chevalier des Arts et des Lettres.
       
 
Iris Radisch in Aachen


 
 

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